09 February 2026, 16:05

Flurbereinigung in Aichstetten und Tigerfeld startet mit Millioneninvestition in Natur und Landwirtschaft

Ein Bauernhof mit einer Schotterstraße, die durch ein grünes Feld verläuft, umgeben von einem Holzzaun, mit Bäumen, Häusern, Pfählen, Drähten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Flurbereinigung in Aichstetten und Tigerfeld startet mit Millioneninvestition in Natur und Landwirtschaft

Großes Flurbereinigungsprojekt in Aichstetten und Tigerfeld tritt offiziell in die Umsetzungsphase ein

Am 8. Oktober 2025 übergab Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, den Bewilligungsbescheid für die erste Fördertranche des umfassenden Flurbereinigungsvorhabens in Aichstetten und Tigerfeld. Das Projekt zielt darauf ab, zersplitterte landwirtschaftliche Flächen neu zu ordnen und gleichzeitig ökologische sowie wirtschaftliche Vorteile für die Region zu schaffen.

Im Rahmen der Maßnahme werden die Agrarflächen in Pfronstetten-Aichstetten und Tigerfeld vollständig umgestaltet. Vor der Neugliederung lagen rund 15 Hektar Ackerland brach oder waren versiegelt – diese Flächen sollen nun wieder der Landwirtschaft zugeführt werden. Zudem sieht der Plan den Ausbau der Infrastruktur vor: 20 Kilometer asphaltierte Wirtschaftswege und 17 Kilometer Grünwege werden neu angelegt.

Auch Tier- und Pflanzenarten werden von den Veränderungen profitieren. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Erweiterung von Obstgärten, die Anlage von Grünkorridoren sowie die Schaffung von neun Hektar offener Lebensräume. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 6,5 Millionen Euro geschätzt.

Neben der Verbesserung der landwirtschaftlichen Strukturen fördert die Flurbereinigung auch den Tourismus und stärkt den Umweltschutz. Durch ein großzügig angelegtes Wegenetz wird die lokale Landwirtschaft langfristig gesichert und die Produktion hochwertiger Regionalprodukte gewährleistet.

Minister Hauk betonte die zukunftsweisenden Ergebnisse des Projekts und dessen positive Auswirkungen auf die Regionalentwicklung. Die Neuordnung werde nicht nur die Flächennutzung optimieren, sondern auch die Artenvielfalt und wirtschaftliche Chancen verbessern. Die ersten Bauarbeiten haben bereits begonnen – die Umsetzung schreitet planmäßig voran.