20 February 2026, 09:00

Ferdinand von Schirach trotzt Markus Lanz im Streit um Israel und Hamas

Ein Mann hält ein Schild mit der Aufschrift "Fuck Hamas" vor einer Menge, einige tragen Helme und halten Fahnen, mit Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Ferdinand von Schirach trotzt Markus Lanz im Streit um Israel und Hamas

Eine angespannte Auseinandersetzung entbrannte in der Sendung Markus Lanz, als der Autor und Jurist Ferdinand von Schirach sich weigerte, über den Nahostkonflikt zu diskutieren. Die für ihre konfrontativen Interviews bekannte Show erlebte, wie Schirach trotz wiederholter Drängversuche standhaft jede Kritik an Israel verweigerte. Seine Haltung spiegelte dabei sowohl seine persönliche Geschichte als auch die polarisierende Natur der Debatte wider.

Die Sendung begann damit, dass Lanz Schirach aufforderte, die Militärschläge Israels gegen die Hamas zu verurteilen. Schirach verwies jedoch auf die Vergangenheit seiner Familie – sein Großvater war ein NS-Funktionär – und nannte dies als Grund, warum er sich nicht zum Thema äußern wolle. Er betonte, Israel bleibe ein Rechtsstaat, und verwies auf die massiven Proteste innerhalb des Landes gegen Ministerpräsident Netanyahu.

Anschließend lenkte Schirach die Diskussion um und fragte, warum sich in Deutschland nicht mehr Menschen gegen die Hamas engagierten. Er verwies auf öffentliche Feiern der Angriffe vom 7. Oktober in Berlin und anderen Städten und argumentierte, dass solche Kundgebungen gleichermaßen hinterfragt werden müssten. Lanz, bekannt für seine aggressive Befragungsmethode, versuchte hartnäckig, das Gespräch auf das Vorgehen Israels zurückzulenken.

Der Konflikt unterstrich Lanz' Ruf, Gäste in provokante Aussagen zu drängen. Kritiker werfen ihm vor, seine Interviewführung sei boulevardesk geprägt – oft würden vorab aufgenommene Sequenzen so geschnitten, dass Konflikte besonders betont werden. Viele Gäste fürchten dem Vernehmen nach die Folgen eines Auftritts in der einflussreichen Sendung, was Schirachs Widerstand umso ungewöhnlicher macht. Lanz geriet bereits früher mit Politikern wie Julia Klöckner aneinander, deckte Widersprüche in deren Argumenten auf – doch Schirachs Weigerung, sich auf die Debatte einzulassen, stellte eine seltene Herausforderung für die Dominanz des Moderators dar.

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Die Konfrontation endete, ohne dass Schirach nachgab. Seine Äußerungen zu Hamas und Israels rechtsstaatlichem Rahmen standen im Kontrast zu Lanz' üblicher Steuerung des Narrativs. Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit darauf, wie öffentliche Debatten über den Konflikt gerahmt werden – und wer die Deutungshoheit besitzt.