30 December 2025, 19:08

FDP kämpft um Rückkehr in den Bundestag – doch die Umfragen bleiben düster

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern, die gehen, mit Bäumen, Büschen, einer Fahne, einem Gebäude mit Namensschildern, Autos und aktuellen Umfragen im Hintergrund.

FDP kämpft um Rückkehr in den Bundestag – doch die Umfragen bleiben düster

Die Freie Demokratische Partei (FDP) steht vor einem schwierigen Weg zurück in den Bundestag, nachdem sie bei den jüngsten Wahlen enttäuschend abgeschnitten hat. Der ehemalige Generalsekretär Volker Wissing, der die Partei nach dem Scheitern der Ampelkoalition Ende 2024 verließ, hält eine Rückkehr in das Parlament mittlerweile für höchst unwahrscheinlich. Aktuelle Umfragen zeigen die FDP unter dem neuen Vorsitzenden Christian Dürr bei nur noch drei bis vier Prozent.

Der Niedergang der Liberalen wurde im Februar bei den vorgezogenen Wahlen deutlich, als die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Damit blieb sie ohne Mandate im Bundestag und in der außerparlamentarischen Opposition. Wissing, der bis zu seinem Rücktritt eine prägende Figur der FDP war, kritisiert den Kurs der Partei hin zu einer stärker libertären Ausrichtung. Diese Neuausrichtung habe die breite gesellschaftliche Anziehungskraft der Liberalen geschwächt, so Wissing.

Trotz der bundesweiten Schwächephase setzt die FDP nun auf regionale Wahlkämpfe. Beim Dreikönigstreffen am 6. Januar in Stuttgart wird der offizielle Startschuss für den Wahlkampf zur Landtagswahl in Baden-Württemberg fallen. Hans-Ulrich Rülke, Spitzenkandidat der FDP in der Region, soll die Partei in der anstehenden Abstimmung zurück in die Gunst der Wähler führen. Wissings Abgang folgte auf das Ende der Ampelkoalition, die neben der FDP auch SPD und Grüne umfasst hatte. Sein Rücktritt markierte einen Wendepunkt für die Partei, die nun mit niedrigen Umfragewerten und internen Richtungsstreitigkeiten kämpft.

Die unmittelbare Zukunft der FDP hängt von ihrem Abschneiden bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2025 ab. Mit Rülke an der Spitze des Regionalwahlkampfs will die Partei neuen Schwung gewinnen. Doch die bundesweiten Umfragewerte und Wissings Skepsis deuten auf einen steinigen Weg hin – sowohl für die regionale Wahl als auch für eine mögliche Rückkehr auf die bundespolitische Bühne.