26 February 2026, 17:29

Ermittlungen gegen AfD-Politiker Eisenhut wegen Volksverhetzung eingestellt

Ein schwarzer Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die den Satz "Es gibt keinen Platz in Amerika für Hass" zitiert - ein Zitat von Präsident Joe Biden.

Ermittlungen gegen AfD-Politiker Eisenhut wegen Hassrede-Ermittlungen eingestellt - Ermittlungen gegen AfD-Politiker Eisenhut wegen Volksverhetzung eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat ein Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Eisenhut, Landtagsabgeordneten der rechtspopulistischen AfD in Baden-Württemberg, eingestellt. Im Mittelpunkt stand eine umstrittene Äußerung, die er Anfang Oktober 2025 bei einer AfD-Veranstaltung getätigt hatte. Die Behörden kamen schließlich zu dem Schluss, dass seine Aussagen nicht gegen das Strafrecht verstoßen.

Eisenhut war im Verdacht der Volksverhetzung geraten, nachdem er erklärt hatte: "Die wunderbaren Fachkräfte, die wir jetzt hier haben – na, das wird nichts. Die sind wirklich nur im Messerstechen und Vergewaltigen begabt." Die Bemerkung löste ein förmliches Ermittlungsverfahren aus, doch die Staatsanwaltschaft konnte den genauen Kontext seiner Worte nicht zweifelsfrei klären.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ermittler argumentierten, ein objektiver Beobachter könnte die Aussage zwar als übertrieben, aber noch im Rahmen politischer Debattenkultur als zulässig ansehen. Zwar räumten sie ein, der Tonfall sei scharf gewesen, doch handele es sich nicht um einen pauschalen Angriff auf alle Geflüchteten. Vielmehr bezog sich Eisenhut auf schwere Straftaten, die in der Vergangenheit von Einzelpersonen begangen worden seien.

Unter Berufung auf die Meinungsfreiheit gelangten die Staatsanwälte zu dem Schluss, dass Eisenhuts Äußerungen die Schwelle zur Strafbarkeit nicht überschritten hätten. Damit ist der Fall ohne Anklage abgeschlossen.

Das Verfahren wurde nun eingestellt, sodass Eisenhut keine rechtlichen Konsequenzen für seine Aussagen zu befürchten hat. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass politische Debatten – selbst wenn sie provokativ geführt würden – solange geschützt seien, wie sie nicht eindeutig gegen Hetzeparagraphen verstoßen. Das Urteil könnte künftig als Maßstab für die Bewertung ähnlicher Aussagen in Ermittlungsverfahren dienen.