22 January 2026, 07:04

Elztal-Museum bringt Fasnetsbräuche mit neuem Bildungsmaterial in Schulen

Das Kulturhistorische Museum in Schloss Merseburg, Deutschland, ein Gebäude mit Fenstern, einer Tür, einem Schild, einer Bank, Topfpflanzen und einer Pfeife, unter einem bewölkten Himmel.

Elztal-Museum bringt Fasnetsbräuche mit neuem Bildungsmaterial in Schulen

Neues Bildungsmaterial zur Kulturgeschichte des Kläpperns – Elztal-Museum Waldkirch bringt Fasnetsbräuche in die Klassenzimmer

Das Elztal-Museum Waldkirch hat in Zusammenarbeit mit der Narrenzunft Krakeelia ein neues Bildungsmaterial zur Kulturgeschichte des Kläpperns entwickelt. Das kostenlos ausleihbare Angebot soll ab Anfang Februar Schulen in Waldkirch dabei unterstützen, regionale Fasnetstraditionen und globale Rhythmen im Unterricht zu verknüpfen.

Unter dem Titel „Die Kulturgeschichte des Kläpperns“ wurde das Material im Vogt-Walter-Haus präsentiert. Bei der Vorstellung führten die Besucherinnen und Besucher vor, wie Kläpperle und Drehorgeln unterschiedliche Rhythmen erzeugen können. Im Mittelpunkt stand dabei die Verbindung dieser Instrumente zu den hiesigen Fasnetsbräuchen und ihrer Bedeutung in der weltweiten Musikpraxis.

Das Material richtet sich an Schülerinnen und Schüler der dritten bis siebten Klasse und umfasst ein 45-minütiges Unterrichtskonzept. Thematisch werden Grundlagen der Fasnet, die Ursprünge des Kläpperns sowie seine Zukunft behandelt. Enthalten sind eine Handreichung für Lehrkräfte, Bildmaterial, Videos, eine Weltkarte, Fasnetsprüche und Lieder. Der interaktive Ansatz beinhaltet zudem Perkussionsinstrumente aus verschiedenen Epochen und Regionen. Damit lässt sich das Kläppern sowohl als lokale Tradition als auch als globales Phänomen erforschen. Mit dem Angebot stärkt das Museum die Verknüpfung von regionalem Kulturerbe und schulischem Lehrplan. Durch die kostenfreie Bereitstellung erweitert das Elztal-Museum sein bildungspolitisches Engagement und fördert die praktische Auseinandersetzung mit der einzigartigen Musikkultur Waldkirchs.

Ab Februar steht das Material Lehrkräften zur Verfügung. Es bietet Schulen eine strukturierte Möglichkeit, Fasnetsgeschichte und musikalische Vielfalt zu vermitteln. Das Projekt unterstreicht das Bestreben des Museums, jüngere Generationen für heimische Bräuche zu begeistern.