Dinkçis Tor für Cinja: Heidenheims Sieg mit emotionaler Botschaft gegen den Abstieg
Adriane BoucseinDinkçis Tor für Cinja: Heidenheims Sieg mit emotionaler Botschaft gegen den Abstieg
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli und mildert vorerst Abstiegsängste
Mit einem entscheidenden 2:0 (0:0) gegen den FC St. Pauli in der Bundesliga am Samstag verschaffte sich der 1. FC Heidenheim vorübergehend Luft im Abstiegskampf. Das Spiel hatte für Mittelfeldspieler Eren Dinkçi jedoch eine weit tiefere, persönliche Bedeutung: Sein Tor widmete er seiner Freundin Cinja, die derzeit gegen Leukämie kämpft. Ihre Geschichte hat seitdem eine breitere Kampagne zur Unterstützung von Menschen mit Blutkrebs und Blutkrankheiten inspiriert.
Dinkçis Treffer in der 72. Minute besiegelte den wichtigen Sieg für Heidenheim. Nach dem Tor deutete er zum Himmel – später erklärte er, das Tor gelte Cinja, die möglicherweise bald eine Stammzellspende benötigen wird. Das Paar betont immer wieder, dass es ihnen nicht nur um die eigene Situation geht, sondern darum, Aufmerksamkeit für andere zu schaffen, die ähnliche Kämpfe durchstehen.
Der Verein unterstützte die Initiative, indem er sich mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs, zusammenschloss – unter anderem beim Auswärtsspiel in Freiburg am vergangenen Wochenende. Die Fans zeigten sich solidarisiert: Allein im Stadion ließen sich 688 Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren. Heidenheims Trainer Frank Schmidt lobte nicht nur Dinkçis Leistung auf dem Platz, sondern auch sein Engagement für die Kampagne.
Trotz des letzten Tabellenplatzes in der Bundesliga brachte der Sieg gegen St. Pauli dem Team eine weitere Woche außerhalb der direkten Abstiegszone. Dinkçi hofft, dass sein Tor Cinja in ihrer schwierigen Therapiephase Freude und Kraft gibt.
Heidenheims Triumph hält die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben, während Dinkçis Tor die Aufmerksamkeit auf die Unterstützung von Blutkrebspatienten lenkt. Die Zusammenarbeit des Vereins mit der DKMS hat bereits Hunderten neuen Spenderregistrierungen den Weg geebnet. Der Fokus liegt nun sowohl auf dem sportlichen Kampf gegen den Abstieg als auch auf dem gemeinsamen Einsatz für Menschen in Not.






