16 December 2025, 14:52

Digitale Stellwerke: Warum die Bahn ihre Modernisierung nicht im Griff hat

Digitale Kunst eines Bahnhofs mit zwei Gleisen, einem Bahnsteig, Bannern, einem Signalmast und einem Zug, mit einer Brücke, einem Gebäude, Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Digitale Stellwerke: Warum die Bahn ihre Modernisierung nicht im Griff hat

Digitale Stellwerke: Neue Technik kommt nicht nach Plan

Teaser: Im Projekt Digitale Schiene Deutschland will die Bahn eine neue Generation von Stellwerken aufbauen – doch die Umsetzung stockt. Was steckt hinter den Verzögerungen?

16. Dezember 2025, 09:30 Uhr

Das deutsche Schienennetz steht vor einem großen Modernisierungsschub: Veraltete mechanische und elektromechanische Stellwerke sollen durch digitale Systeme ersetzt werden. Die Umstellung zielt darauf ab, Effizienz und Kapazität zu steigern – die Deutsche Bahn strebt bis 2030 eine 35-prozentige Auslastungssteigerung des Netzes an. Doch eines der ersten Leuchtturmprojekte in Stuttgart hat bereits mit Verzögerungen zu kämpfen.

Viele der rund 3.400 Stellwerke in Deutschland stammen noch aus dem letzten Jahrhundert. 2016 waren etwa ein Drittel der Anlagen rund 80 Jahre alt, weitere 13 Prozent bereits 65 Jahre im Einsatz. Diese veraltete Technik wird nun im Rahmen der Initiative Digitale Schiene Deutschland schrittweise durch digitale Steuerungs- und Sicherheitssysteme abgelöst.

Der Wechsel zu digitalen Stellwerken markiert einen entscheidenden Schritt in der Modernisierung der deutschen Bahninfrastruktur. Zwar gibt es bei frühen Vorhaben wie in Stuttgart Rückschläge, doch das übergeordnete Ziel bleibt: mehr Effizienz und die Bewältigung des wachsenden Verkehrsaufkommens. Ob die Deutsche Bahn ihre ehrgeizigen Ziele bis 2030 erreichen kann, hängt maßgeblich vom Gelingen dieser Umstellung ab.