08 February 2026, 06:58

Das Ende einer Ära: Rhein-Neckar Fernsehen stellt nach 40 Jahren den Betrieb ein

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer detaillierten Karte von Deutschland auf einer alten Zeitung, die geographische Merkmale wie Berge, Flüsse und Städte zeigt, mit Text drumherum.

Das Ende einer Ära: Rhein-Neckar Fernsehen stellt nach 40 Jahren den Betrieb ein

Rhein-Neckar Fernsehen (RNF), Deutschlands ältester privater Regionalsender, stellt nach 40 Jahren endgültig den Betrieb ein. Der Sender beendete im Dezember 2023 seine Ausstrahlung, nachdem monatelange finanzielle Schwierigkeiten und gescheiterte Versuche, neue Investoren zu gewinnen, die Existenz bedroht hatten.

Die finanziellen Probleme des Senders hatten sich bereits zu Beginn des Jahres zugespitzt und zu einer vorübergehenden Einstellung des Programms geführt. Am 2. Februar wurden alle Mitarbeiter von ihren Pflichten freigestellt, während das Insolvenzverfahren weiterlief. Trotz intensiver Bemühungen, einen strategischen Investor zu finden, ergab sich keine tragfähige Lösung – die Gesellschaft sah sich schließlich gezwungen, die Schließung zu vollziehen.

RNF war über Jahrzehnte eine feste Größe in der Rhein-Neckar-Region, auch wenn die genauen Zuschauerzahlen aus der Reichweitenstudie 2023 der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) nicht veröffentlicht wurden. Die LFK bezeichnete das Ende des Senders als einen schweren Verlust für die lokale Medienvielfalt.

Der Insolvenzverwalter Wahl räumte ein, dass die Schließung enttäuschend sei, lobte jedoch die Belegschaft für ihr Engagement in der schwierigen Phase. Der Sender, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum hätte feiern können, hinterlässt ein Erbe als Pionier des privaten Regionalfernsehens.

Das Scheitern bei der Suche nach neuen Finanzmitteln besiegelte schließlich das Schicksal von RNF und beendete damit vier Jahrzehnte lokaler Fernsehgeschichte. Die Mitarbeiter haben das Unternehmen inzwischen verlassen, und die Region verliert eine wichtige unabhängige Medienstimme. Die LFK wies auf die weiteren Auswirkungen auf den Medienpluralismus in Baden-Württemberg hin.