Christiane Angerer soll neue BGH-Präsidentin werden – Entscheidung am 10. Juni
Bernhardine RörrichtChristiane Angerer soll neue BGH-Präsidentin werden – Entscheidung am 10. Juni
Christiane Angerer soll nächste Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) werden. Die Wahl findet am 10. Juni statt, nachdem ein gemeinsamer Vorschlag von CDU/CSU und SPD eingebracht wurde. Ihre Ernennung erfolgt im Zuge des anstehenden Ruhestands der aktuellen Präsidentin Bettina Limperg, die Ende August aus dem Amt scheidet.
Angerers juristische Laufbahn begann 1993 als Staatsanwältin in München. Später promovierte sie an der Freien Universität Berlin, bevor sie in der Justiz Karriere machte. Bis 2021 leitete sie das Bayerische Landesjustizprüfungsamt und war zuvor Vizepräsidentin des Landgerichts München II.
2023 übernahm sie das Amt der Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg. Ihre Kandidatur für die BGH-Präsidentschaft bedarf nun der Zustimmung des Richterwahlausschusses, dem 16 Landesjustizminister und eine gleiche Anzahl von Bundestagsabgeordneten angehören. Eine abschließende Kabinettsentscheidung wird sie schließlich als Limpergs Nachfolgerin bestätigen.
Das Bundesjustizministerium hat bereits seine Unterstützung für den Vorschlag signalisiert. Sowohl die CDU/CSU- als auch die SPD-Bundestagsfraktion haben Angerers Kandidatur befürwortet und damit den Weg für ihre erwartete Wahl geebnet.
Bei Bestätigung wird Angerer die Führung des BGH nach Limpergs Ausscheiden übernehmen. Die Wahl am 10. Juni ist der letzte Schritt, bevor eine Kabinettsabstimmung ihre Position endgültig festigt. Ihre umfangreiche Erfahrung in regionalen und höheren Gerichten macht sie zu einer erfahrenen Kandidatin für das Amt.






