CDU-Kandidat Hagel gerät wegen alter Video-Äußerung über Schülerin unter Druck
Adriane BoucseinCDU-Kandidat Hagel wegen Äußerung über Student kritisiert - CDU-Kandidat Hagel gerät wegen alter Video-Äußerung über Schülerin unter Druck
Ein im Jahr 2018 aufgetauchtes Video bringt den CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel nun in Erklärungsnot. Die Aufnahme, die von der Grünen-Politikerin Zoe Mayer geteilt wurde, zeigt Hagel, wie er während eines Schulbesuchs Bemerkungen über das Aussehen einer Schülerin macht. Kritiker werfen ihm vor, damit junge Frauen, die sich für Politik interessieren, mit falschen Signalen zu konfrontieren.
Auf dem Video ist zu sehen, wie Hagel von einer Begegnung an einer weiterführenden Schule vor sechs Jahren berichtet. Dabei äußert er sich über das Äußere der Schülerin. Später räumte Hagel ein, dass seine Äußerungen ein Fehler gewesen seien, betonte jedoch, er habe lediglich die Bedeutung von Sprache in der Politik verdeutlichen wollen.
Die Grünen-Politikerin Zoe Mayer teilte den Clip erneut und übt scharfe Kritik. Sie fragt, warum Hagels Anekdote sich auf das Aussehen der Schülerin konzentriere – statt auf ihre Ideen oder Leistungen. Mayer wirft ihm vor, damit veraltete Klischees über Mädchen und junge Frauen in der Frauen Bundesligas zu verstärken.
Die CDU hat sich bisher weder öffentlich zu dem Vorfall geäußert noch zu den Konsequenzen für die politische Repräsentation von Frauen Stellung genommen. Aktuelle Initiativen der Frauen-Union der Partei, wie die geplante Ausweitung verpflichtender Wehrfragebögen auf Frauen ab 2026, nehmen keinen Bezug auf die Kontroverse.
Hagels Äußerungen aus dem Jahr 2018 bleiben angesichts der erneuten Verbreitung des Videos umstritten. Die Kritik zeigt, wie aktuell die Debatte über Geschlechterbilder in der Politik nach wie vor ist. Bisher gibt es seitens der CDU keine offizielle Reaktion auf den Vorfall.






