20 April 2026, 04:26

CDU in Solingen fordert schärfere Mobbingprävention an Schulen und Kitas

Plakat, das ein Gebäude an der Fourth Avenue und 23rd Street mit Fenstern, Bäumen und Himmel zeigt, mit Text am unteren Rand über die New Yorker Gesellschaft zur Verhütung von Kindesmissbrauch.

CDU in Solingen fordert schärfere Mobbingprävention an Schulen und Kitas

Mobbing unter Schulkindern bleibt ein drängendes Problem in Deutschland – aktuelle Studien unterstreichen die weitreichenden Folgen. In Solingen fordert die CDU-Fraktion nun eine genauere Prüfung der Präventionsmaßnahmen an örtlichen Schulen und Kitas. Ihre Anfrage zielt darauf ab, die Finanzierung zu bewerten, bestehende Programme zu analysieren und Versorgungslücken zu schließen – darunter auch die Zunahme digitaler Gewalt.

Die Daten zeigen das Ausmaß der Problematik: Eine PISA-Studie aus dem Jahr 2022 ergab, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat von Mobbing betroffen sind. Übertragen auf Solingen bedeutet dies, dass etwa 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sein könnten. Eine separate Untersuchung der Techniker Krankenkasse zeigte zudem, dass jedes sechste Schulkind in Deutschland bereits Mobbing erlebt hat.

Die CDU-Anfrage konzentriert sich auf mehrere zentrale Punkte. Sie hinterfragt, wie viel Geld Nordrhein-Westfalen in den letzten fünf Jahren für die Mobbingprävention bereitgestellt hat. Zudem wird untersucht, nach welchen Kriterien der Erfolg der aktuellen Programme gemessen wird – ihre Wirksamkeit gilt bisher als unklar. Zu den überprüften Maßnahmen gehören Konfliktlösungstrainings, Resilienz-Workshops und Projekte zur Förderung sozialer Kompetenzen in Solinger Schulen und Kitas.

Ein weiteres wachsendes Problem ist digitale Gewalt. Die Anfrage betont die Notwendigkeit stärkerer Interventionen gegen Online-Konflikte unter Schülerinnen und Schülern. Auch die Rolle von Schulsozialarbeitern wird kritisch beleuchtet – die CDU sieht hier Defizite in den bestehenden Unterstützungsstrukturen.

Das Thema wird nun in zwei wichtigen städtischen Ausschüssen beraten. Damit rückt die Mobbingprävention auf die politische Agenda Solingens und signalisiert den Willen zu gezielteren Lösungen. Die Initiative der CDU soll konkrete Daten zu Finanzierung, Programmerfolgen und Betreuungsangeboten sammeln. Durch die Einbindung lokaler Gremien hofft die Partei, klarere Strategien zur Bekämpfung von Mobbing in Solingen zu entwickeln. Die Diskussionen werden sich zudem mit der wachsenden Herausforderung digitaler Belästigung unter Jugendlichen befassen.

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