21 April 2026, 06:27

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen in nur drei Monaten – Kritik an wachsender Militärpräsenz

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem leuchtend bunten "Students for Future"-Schild gegen eine Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen in nur drei Monaten – Kritik an wachsender Militärpräsenz

Bundeswehr besuchte 2024 bereits über 2.000 Schulen – Kritik an wachsender Präsenz

In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 führte die Bundeswehr mehr als 2.000 Besuche an Schulen in ganz Deutschland durch. Im Mittelpunkt standen dabei Diskussionen über Sicherheitspolitik, nicht die direkte Anwerbung von Nachwuchs. Kritiker äußern jedoch Bedenken angesichts der zunehmenden Häufigkeit solcher Kontakte zu jungen Schülerinnen und Schülern.

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Zwischen Januar und März war die Bundeswehr insgesamt 2.013 Mal an Schulen zu Gast. Besonders aktiv war sie in Bayern, wo 562 Veranstaltungen stattfanden. Es folgten Nordrhein-Westfalen mit 291 Besuchen sowie Niedersachsen und Baden-Württemberg mit 269 bzw. 219 Terminen.

Zusätzlich zu den Schulen führte die Bundeswehr im selben Zeitraum auch 20 Veranstaltungen an Hochschulen durch. Wie aus Berichten hervorgeht, hat die militärische Präsenz in Bildungseinrichtungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Linken, kritisierte diese Entwicklung scharf. Sie argumentierte, dass uniformierte Jugendoffiziere und Berufsberater an Schulen gezielt eingesetzt würden, um Minderjährige an das Militär heranzuführen. Zwar betont die Bundeswehr, dass es bei den Besuchen ausschließlich um sicherheitspolitische Themen gehe – doch die steigenden Zahlen sorgen für kontroverse Debatten.

Die Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der militärischen Interaktion mit Schülerinnen und Schülern. Mit über 2.000 Schulbesuchen in nur drei Monaten baut die Bundeswehr ihre Öffentlichkeitsarbeit weiter aus. Die Gespräche bleiben zwar auf Sicherheitsthemen fokussiert, doch es gibt weiterhin Vorbehalte gegenüber den langfristigen Auswirkungen auf das Bild junger Menschen vom Militärdienst.

Quelle