30 March 2026, 20:28

Bundesregierung plant staatliches Wohnungsbauunternehmen gegen Wohnungsmangel

Schwarz-weißer architectural floor plan des ehemaligen Bundeskanzleramts in der Bundesrepublik Deutschland, der detaillierte Layout- und Anmerkungen zeigt.

Bundesregierung plant staatliches Wohnungsbauunternehmen gegen Wohnungsmangel

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat Pläne für die Schaffung eines staatlichen Wohnungsbauunternehmens in Deutschland angekündigt. Mit diesem Schritt soll der Wohnungsmangel im Land durch eine Beschleunigung des Wohnungsbaus bekämpft werden. In einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung bezeichnete Hubertz den Vorschlag als möglichen "Game-Changer".

Die Idee einer bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft war zunächst von Finanzminister Lars Klingbeil vorgebracht worden. Bei einer Veranstaltung der Bertelsmann Stiftung forderte er die Regierung auf, groß angelegte öffentliche Wohnungsbauprojekte zu ermöglichen. Hubertz griff den Plan später auf und betonte, dass Deutschland bundesweite Lösungen für den Wohnungsmarkt benötige.

Hubertz räumte auch Kritik ein, wonach die SPD als Bremser bei Reformen wahrgenommen werde. Sie unterstrich die Dringlichkeit schneller politischer Maßnahmen, einschließlich verfassungsrechtlicher Änderungen. Ein staatliches Wohnungsbauunternehmen würde solche rechtlichen Anpassungen erfordern.

In ihren Äußerungen hob Hubertz die Wiederbelebung des Versprechens sozialer Aufstiegsmöglichkeiten hervor. "Die Menschen müssen wissen: Wer hart arbeitet, soll sich ein gutes Leben leisten können – ein eigenes Zuhause", sagte sie. Gespräche über den Vorschlag und weitere Reformen sollen im Laufe des Sommers fortgesetzt werden.

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Die Debatte in Deutschland spiegelt europaweite Bemühungen wider, den Wohnungsmangel zu bekämpfen. Länder wie Schweden setzen seit Langem auf kommunale Wohnungsbaugesellschaften, um den Druck auf dem Markt zu verringern. Auch die EU hat Initiativen gestartet, darunter den ersten Europäischen Plan für bezahlbaren Wohnraum sowie die Ernennung einer EU-Wohnungsbaukommissarin im Jahr 2024. Diese Maßnahmen kombinieren nationale Modelle des sozialen Wohnungsbaus mit EU-Fördermitteln für Neubau und Sanierungen.

Die geplante bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft würde eine bedeutende Wende in der deutschen Wohnungsbaupolitik markieren. Bei einer Umsetzung könnte sie die Bauaktivitäten steigern und mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Weitere Beratungen werden zeigen, wie der Plan mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben und den übergeordneten Reformbestrebungen in Einklang gebracht werden kann.

Quelle