06 May 2026, 05:41

Bundesregierung kürzt Wohnungsbaukosten – Kritik an drohender Obdachlosigkeit wächst

Eine Liniengrafik, die das Verhältnis von Wohnkosten zu Einkommen je Kopf in verschiedenen Metropolregionen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundesregierung kürzt Wohnungsbaukosten – Kritik an drohender Obdachlosigkeit wächst

Die deutsche Bundesregierung plant Kürzungen bei den Wohnungsbaukosten in Höhe von einer Milliarde Euro. Der Schritt erfolgt, während Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) daran arbeitet, den Bundeshaushalt auszugleichen. Kritiker warnen jedoch, dass die Einsparungen die Obdachlosigkeit verschärfen und Mieter zusätzlich belasten könnten.

Das Bundesbauministerium unter Leitung von Verena Hubertz (SPD) strebt an, die Sparziele durch eine Umstrukturierung der Wohngeldzahlungen zu erreichen. Hubertz schlug vor, das System zu vereinfachen und präziser zu gestalten. Zudem forderte sie eine engere Zusammenarbeit mit den Landesregierungen, um die Änderungen abzustimmen.

Ina Scharrenbach, Bauministerin von Nordrhein-Westfalen (CDU), setzte sich für eine umfassendere Reform des Wohngeldsystems ein. Sie regte an, die in Bundesgesetzen verankerte Schriftformpflicht abzuschaffen, die ihr Land jährlich 2,2 Millionen Euro kostet. Scharrenbach argumentierte, dass solche bürokratischen Hürden unnötige Ausgaben verursachten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Widerstand gegen die Kürzungen ist groß. Sahra Mirow, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, verurteilte den Vorschlag scharf. Sie warnte, dass geringere Leistungen gefährdete Mieter in eine Notlage bringen würden. Die grüne Bundestagsabgeordnete Mayra Vriesema teilte diese Bedenken und betonte, dass die Kürzungen zu mehr Obdachlosigkeit führen könnten. Stattdessen forderte sie strengere Mietpreisbremse, um den Druck auf die Wohngeldleistungen zu verringern.

Die geplanten Kürzungen sollen nun im Rahmen des Umstrukturierungsplans des Ministeriums umgesetzt werden. Falls die Änderungen in Kraft treten, werden sie Millionen Haushalte betreffen, die auf Wohnungsförderung angewiesen sind. Die Debatte über Mietpreisbremse und Verwaltungsreformen wird voraussichtlich anhalten, während Länder und Abgeordnete auf die Vorschläge reagieren.

Quelle