Braunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm "Elli" – und plant Reformen bis 2031
Adriane BoucseinBraunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm "Elli" – und plant Reformen bis 2031
Schneechos nach Sturm „Elli“: Braunschweig prüft Versäumnisse beim Winterdienst
Die Winterdienste in Braunschweig stehen nach dem Sturm „Elli“ in der scharfen Kritik, weil wichtige Verkehrswege tagelang unpassierbar blieben. Rad- und Fußwege wurden nur unzureichend geräumt – auf einigen Abschnitten erfolgte die Beseitigung des Schnees erst alle 19 Stunden. Der Stadtrat hat nun eine Untersuchung der Pannen und der künftigen Planung eingeleitet.
Anfang des Monats hatte „Elli“ in der Region für massive Behinderungen gesorgt: Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und Straßen wurden immer wieder von Schneemassen blockiert. Trotz des Rund-um-die-Uhr-Einsatzes der Räumfahrzeuge waren viele Straßen bereits nach wenigen Stunden erneut unpassierbar.
In Braunschweig blieben wichtige Fußgängerrouten – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Parkstraße – tagelang ungeräumt oder nur teilweise befreit. Auch Radfahrer hatten mit erheblichen Problemen zu kämpfen, da die Fahrradwege erst mit großen Verzögerungen geräumt wurden. Kritiker warfen dem Dienstleister ALBA vor, über zu wenig Personal und Ausrüstung zu verfügen, um anhaltenden Schneefall bewältigen zu können.
Der Stadtrat reagierte mit der Annahme eines Antrags zur Überprüfung der Winterdienstleistungen von ALBA. Die Ratsmitglieder forderten eine detaillierte Kostenaufstellung für die Ausweitung der Schichtarbeit und häufigere Räumintervalle. Zudem soll geprüft werden, ob Personal und technische Ressourcen ausreichen, um bei künftigen Stürmen ähnliche Probleme zu vermeiden.
Die Ergebnisse der Untersuchung sollen in die Vorbereitungen für das neue Winterdienstmodell Braunschweigs einfließen, das 2031 in Kraft treten soll. Die Prüfung steht im Einklang mit dem Mobilitätsentwicklungsplan 2035 , der die Bedingungen für Fuß- und Radverkehr im Rahmen der nachhaltigen Verkehrsziele der Stadt verbessern soll.
Im Fokus der Untersuchung steht die Frage, wie der Winterdienst noch vor Einführung des neuen Modells 2031 gestärkt werden kann. Die Ratsmitglieder fordern klarere Pläne für Personal, Ausrüstung und Reaktionszeiten bei Extremwetter. Die Ergebnisse könnten zu Veränderungen führen, wie Braunschweig in den kommenden Jahren die Schneeräumung organisiert.






