Brantner wirbt nach FDP-Debakel um enttäuschte Liberale
Grünen-Chefin Brantner wirbt um ehemalige FDP-Wähler
Die Co-Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, hat ehemalige Wähler der FDP aufgefordert, ihre politische Unterstützung zu überdenken. Ihr Appell erfolgt nach den schweren Verlusten, die die Liberalen bei den Landtagswahlen im März 2026 hinnehmen mussten. Brantner betont, dass die Verteidigung der liberalen Demokratie heute breitere Bündnisse erfordere.
Bei den Wahlen am 15. März 2026 verlor die FDP in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz insgesamt 15 Mandate. In Baden-Württemberg fiel die Partei von elf auf nur noch zwei Sitze, in Rheinland-Pfalz von sieben auf einen. Damit ist die FDP in beiden Landesparlamenten nur noch mit minimaler Vertretung präsent.
Brantner verwies auf die geschwächte Position des Liberalismus in den beiden Bundesländern. Die Landtage funktionieren nun als Vierparteiensysteme, in denen CDU, Grüne, SPD und AfD die Mehrheit der Sitze halten. Sie erinnerte daran, dass bereits der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir versucht hatte, ehemalige FDP-Anhänger für sich zu gewinnen.
In ihren Äußerungen unterstrich Brantner die Bedeutung entschlossener Verteidiger der liberalen Demokratie. Ihre Einladung an ehemalige FDP-Wähler bezeichnete sie als notwendigen Schritt, um demokratische Werte in der aktuellen politischen Lage zu stärken.
Der deutliche Niedergang der FDP hat die politische Landschaft in beiden Bundesländern verändert. Brantners Werben um FDP-Wähler signalisiert den Versuch, neue Bündnisse zu schmieden. Der Vorstoß spiegelt die Sorge um die Stabilität liberaldemokratischer Vertretung in den Regionalregierungen wider.






