25 January 2026, 04:40

Bosch streicht 1.700 Jobs in Bühl – Belegschaft kämpft um ihre Zukunft

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Bosch streicht 1.700 Jobs in Bühl – Belegschaft kämpft um ihre Zukunft

Bosch hat Pläne bekannt gegeben, bis Ende 2030 rund 1.700 Arbeitsplätze an seinem Standort in Bühl zu streichen. Der Vorschlag stößt bei den Beschäftigten auf heftigen Widerstand, die mit großen Protesten gegen die Entscheidung des Unternehmens aufbegehren.

Ende September gab Bosch bekannt, 1.550 Vollzeitstellen am Standort Bühl/Bühlertal abzubauen. Von der Maßnahme wären mehr als die Hälfte der 2.900 Mitarbeiter betroffen, wobei das Werk in Bühlertal komplett geschlossen werden soll. Ende November versammelten sich rund 2.000 Beschäftigte unter dem Motto „Wir lassen uns das nicht gefallen“ – eine Anspielung auf den Rock-Hit der 1980er-Jahre von Twisted Sister.

Die Gewerkschaft kritisiert das Vorgehen von Bosch scharf und argumentiert, ein externes Schiedsgericht verfüge nicht über das nötige Wissen über die Belegschaft und ihre Aufgaben. Nach einer strengen Fristsetzung des Unternehmens für die Verhandlungen organisierten die Mitarbeiter eine „aktive Mittagspause“ als Protest. Sie warnen, dass eine Schlichtung die sinnvollen Gespräche beenden und den Fokus allein auf die Durchsetzung der Entlassungen lenken würde. Die Beschäftigten bestehen darauf, bei der Entscheidung mitzureden, und fürchten, dass der Standort bei einer fast halbierten Belegschaft nicht überleben wird. Bosch jedoch bleibt bei seinem Ultimatum: Entweder eine Einigung – oder die Schlichtung.

Im Mittelpunkt des Streits stehen die von Bosch gesetzte Frist und die Drohung mit einem Schiedsverfahren bei gescheiterten Verhandlungen. Die Belegschaft wehrt sich weiterhin gegen die Stellenstreichungen und fordert ein faireres Verfahren. Das Ergebnis wird über die Zukunft des Werks in Bühl und die verbleibenden Arbeitsplätze entscheiden.