16 March 2026, 22:31

Bosch-Stellenabbau löst Wut und Angst bei 13.000 Beschäftigten aus

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfosten, beschriftet mit 'Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland' unten.

Bosch-Stellenabbau löst Wut und Angst bei 13.000 Beschäftigten aus

Boschs Plan, rund 13.000 Stellen in Deutschland abzubauen, hat bei den Beschäftigten Wut und Verunsicherung ausgelöst. Arbeiter in Buhl und anderen Standorten in Baden-Württemberg blicken nun einer ungewissen Zukunft entgegen. Eine kürzliche Betriebsratssitzung endete in Frustration, nachdem Unternehmensvertreter keine klaren Antworten liefern konnten.

Der Betriebsrat im Bosch-Werk Buhl/Buhlertal kam zusammen, um über die Stellenstreichungen zu beraten, verließ den Raum jedoch ohne Lösungen. Francesco Tramonti, der Vorsitzende des Gremiums, gelobte, für jeden Arbeitsplatz zu kämpfen, und warnte davor, dass der Standort langfristig sogar komplett geschlossen werden könnte. Die Stimmung beschrieb er als enttäuscht – besonders, da keine Führungskräfte des Konzerns an der Sitzung teilgenommen hätten.

Katrin Mayer, die Geschäftsführerin der IG Metall, bezeichnete das Fernbleiben der Entscheidungs-träger als respektlos. Die Gewerkschaft fordert detaillierte Gespräche und transparente Informationen über die Zukunft des Standorts. Unterdessen sprach Buhls Bürgermeister Hubert Schnurr von einem "harten Schlag", insbesondere wenn die Hälfte der Belegschaft ihre Jobs verlieren sollte.

Am Standort Stuttgart-Feuerbach wurden inzwischen 2.500 Stellenstreichungen bestätigt – weniger als die ursprünglich geplanten 3.325. Für die Werke in Schwieberdingen und Waiblingen stehen die genauen Zahlen jedoch noch aus, doch auch dort wird es Kürzungen geben. Die Gewerkschaft hofft nun, dass die ab dem 7. Oktober beginnenden Verhandlungen bessere Perspektiven für die von Entlassungen bedrohten Beschäftigten bringen.

Die angekündigten Stellenabbaumaßnahmen lassen die Bosch-Mitarbeiter in Buhl und darüber hinaus in einer unsicheren Zukunft zurück. Betriebsrat und IG Metall haben angekündigt, gegen die Kürzungen vorzugehen und mehr Transparenz einzufordern. Weitere Gespräche sind für Anfang Oktober geplant, doch das Ergebnis bleibt offen.

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