Bosch reformiert Nutzfahrzeugsparte für mehr Wachstum und saubere Antriebe
Philipp NetteBosch reformiert Nutzfahrzeugsparte für mehr Wachstum und saubere Antriebe
Bosch baut Nutzfahrzeugsparte um, um Wachstum im Sektor voranzutreiben
Die Umstrukturierung tritt im Januar 2025 in Kraft und bündelt zentrale Geschäftsbereiche in einer neuen Einheit. Damit will der Konzern die steigende Nachfrage nach Gütertransport und saubereren Antriebstechnologien nutzen.
Im Rahmen der Neuordnung werden die Systementwicklung sowie das Produkt- und Portfoliomanagement für Lkw und Off-Road-Fahrzeuge zusammengeführt. Jan-Oliver Röhrl übernimmt die Leitung der neuen Einheit, die sich auf Effizienzsteigerung und Marktexpansion konzentrieren soll. Derzeit erwirtschaftet Bosch rund ein Viertel seines Umsatzes mit Komponenten für Nutzfahrzeuge.
Bis 2030 erwartet das Unternehmen deutliche Veränderungen in der Branche: Etwa 20 Prozent der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge über sechs Tonnen werden voraussichtlich batteriebetrieben sein, drei Prozent sollen mit Brennstoffzellen fahren. Bis 2035 könnte laut Prognosen jedes dritte Lkw-Modell ein Batterie-Elektroantrieb sein, jeder zehnte ein Wasserstoffmotor.
Die Umstrukturierung ist eine Reaktion auf den wachsenden globalen Güterverkehrsbedarf und den Wandel hin zu alternativen Antrieben. Ziel ist es, die Abläufe zu straffen und die Position des Unternehmens im Nutzfahrzeugmarkt zu stärken.
Die neue Geschäftseinheit nimmt Anfang 2025 ihre Arbeit auf. Bosch rechnet mit höheren Umsätzen im Nutzfahrzeugbereich, da die Nachfrage nach saubereren und effizienteren Transportlösungen steigt. Die Neuausrichtung entspricht zudem dem branchenweiten Trend zur Elektrifizierung und Wasserstofftechnologie.






