18 February 2026, 17:30

BGH entscheidet über Schadensersatz für Wirecard-Aktionäre – ein Milliardenspiel mit Folgen

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Flusses mit einer Brücke darüber, umgeben von Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Nürnberg, Blick von Karl's Brücke" unten.

Bundesgerichtshof diskutiert Schadenersatz nach Wirecard-Kollaps - BGH entscheidet über Schadensersatz für Wirecard-Aktionäre – ein Milliardenspiel mit Folgen

Der Bundesgerichtshof (BGH) steht vor einer Grundsatzentscheidung in einem zentralen Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die Frage, ob Aktionäre Schadensersatzansprüche aus der Insolvenzmasse geltend machen können. Das Urteil könnte maßgeblich beeinflussen, wie die verbleibenden Gelder unter den Gläubigern aufgeteilt werden.

Die Klage wurde von Union Investment eingereicht, einer Kapitalanlagegesellschaft, die Entschädigung für erlittene Verluste fordert. Das Unternehmen argumentiert, dass Aktionäre im Insolvenzverfahren von Wirecard wie Gläubiger behandelt werden sollten. Falls das Gericht dieser Auffassung folgt, würden andere Gläubiger – darunter Banken, Dienstleister und ehemalige Mitarbeiter – geringere Ausgleichszahlungen erhalten.

Bisher haben rund 50.000 Aktionäre Forderungen in Höhe von insgesamt etwa 8,5 Milliarden Euro angemeldet. Die BGH-Entscheidung wird darüber bestimmen, ob diese Ansprüche berechtigt sind. Ein Termin für das Urteil steht bisher noch nicht fest.

Das Ergebnis wird Auswirkungen darauf haben, wie die verbliebenen Vermögenswerte von Wirecard verteilt werden. Ein Urteil zugunsten der Aktionäre würde die Anteile der übrigen Gläubiger schmälern. Die Entscheidung des Gerichts bleibt weiterhin ausstehend.

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