Bernd Luz verbindet Deutschland und Kasachstan durch farbenfrohe Pop-Art und Familie
Adriane BoucseinBernd Luz verbindet Deutschland und Kasachstan durch farbenfrohe Pop-Art und Familie
Deutscher Künstler Bernd Luz verbindet mit Kasachstan eine enge Beziehung – durch seine farbenfrohe Pop-Art
Seit 2018 zieren die Werke des deutschen Künstlers Bernd Luz kasachische Schulbücher. Nun symbolisiert sein neuestes Gemälde die Freundschaft zwischen beiden Ländern.
Luz pendelt zwischen seinem Wohnort bei Tuttlingen in Baden-Württemberg und Almaty, wo seine Partnerin und sein Kind leben. Die 6.000 Kilometer Distanz halten ihn nicht davon ab, alle paar Monate zu reisen – sofern es die Umstände zulassen.
Sein erster Auftritt in Kasachstan datiert auf 2013, als seine Werke im Zentralen Staatsmuseum von Almaty ausgestellt wurden. Seither waren seine Arbeiten in zahlreichen Einrichtungen des Landes zu sehen, darunter das Nationalmuseum in Nur-Sultan. Oft zeigt seine Kunst kasachische Städte, Landschaften und heimische Tiere – eine Verschmelzung lokaler Motive mit seinem unverwechselbaren Stil.
Sein kreativer Prozess beginnt mit einer Acryl-Grundierung auf Leinwand. Darauf fügt er collagenartig fotografierte und digital bearbeitete Bilder ein, die er anschließend mit malerischen Techniken verfeinert. Diese Methode verleiht seinen Werken eine einzigartige Mischung aus digitaler Präzision und handwerklicher Textur.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit führt Luz eine Werbeagentur und engagiert sich in der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft. 2020 traf er während eines Deutschland-Besuchs kurz den kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew. Jahre später überreichte er ihm ein neues Gemälde – ein Symbol für die Verbindung beider Nationen.
Auch im Bildungsbereich hinterlässt Luz Spuren: Seit 2018 sind seine Kunstwerke in Lehrbüchern für Siebt- und Achtklässler in Kasachstan abgedruckt und vermitteln Schülern seinen besonderen Zugang zur Pop-Art.
Die Pandemie unterbrach zeitweise seine regelmäßigen Reisen nach Almaty, wo er normalerweise alle zwölf Wochen seine Familie besucht. So balanciert er sein Berufsleben in Deutschland mit seinen privaten Bindungen in Kasachstan.
Luz' Kunst bleibt eine Brücke zwischen den Kulturen – präsent in Museen, Schulen und diplomatischen Begegnungen. Seine laufenden Projekte und familiären Verbindungen sorgen dafür, dass seine Beziehung zu Kasachstan so lebendig bleibt wie seine Werke. Die nächsten Gemälde werden voraussichtlich erneut die Themen Zusammenarbeit und grenzüberschreitende Freundschaft aufgreifen.






