19 April 2026, 20:27

Berliner Mieter kämpfen gegen Verdrängung: Proteste von Charlottenburg bis Kreuzberg

Plakat, das Berlin, Deutschland bewirbt, mit einer Statue, Gebäuden, einem Turm, Menschen, Fahrzeugen auf der Straße und einer Brücke mit Text, der Informationen über die Stadt enthält.

Berliner Mieter kämpfen gegen Verdrängung: Proteste von Charlottenburg bis Kreuzberg

Berlins Wohnungsnot setzt Mieter weiter unter Druck: Mieten steigen, Kündigungen nehmen zu. Doch Mieter, Jugendzentren und Aktivisten wehren sich zunehmend gegen Verdrängung und Gentrifizierung. Von Charlottenburg bis Kreuzberg organisieren Initiativen Proteste, Versammlungen und Kampagnen, um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten.

In Charlottenburg kämpft die Initiative MieterWerkStadt für stärkere Mieterschutzrechte. Ihr Ziel: die Gentrifizierung bremsen und Wohnen für langjährige Bewohner erschwinglich halten. Gleichzeitig stellt sich das Bündnis "Berlin gegen Vonovia", ein Zusammenschluss von Mietern, gegen Großvermieter, die mit drastischen Mieterhöhungen und umstrittenen Nebenkostenabrechnungen konfrontieren.

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Die "Allianz gegen Eigenbedarfskündigungen" in Kreuzberg trifft sich monatlich, um öffentliche Kampagnen zu planen. Im Fokus steht die Verhinderung von Kündigungen unter dem Vorwand des Eigenbedarfs. In Pankow mobilisiert der lokale Ableger des Berliner Mietervereins derweil Unterstützer für eine Solidaritätskundgebung am 31. März.

Auch Jugendräume geraten unter Druck. Potse, Berlins zweitältestes Jugendzentrum, steht vor der Schließung, wenn der Mietvertrag für die Zollgarage in sechs Monaten ausläuft. Da kein Ersatzstandort in Sicht ist, haben die Organisatoren ein "Zweites Überlebensstrategie-Plenum am 3. April" einberufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Selbst zukünftige Projekte wie das "Haus der Jugend am Südkreuz" werden frühestens 2030 eröffnet – aktuelle Räume bleiben bis dahin in der Schwebe.

Der Druck auf Berlins Mieter und Gemeinschaftsräume lässt nicht nach. Ohne schnelle Lösungen drohen weitere Kündigungen und Schließungen. Aktivisten und Betroffene mobilisieren sich nun, um zu verhindern, dass noch mehr Wohnungen und kulturelle Treffpunkte verschwinden.

Quelle