01 January 2026, 04:52

Berlin führt 2026 Steuer auf Einwegverpackungen für Essen und Trinken ein

Ein Schaufenster mit verschiedenen Artikeln wie Getränkedosen, Speisekarten, einer Uhr, Gewürzen in Plastikbehältern, Kondimente, Werbetafeln und Namensschildern vor einem Himmel.

Freiburg führt Abgabe auf Einwegverpackungen ein - Berlin führt 2026 Steuer auf Einwegverpackungen für Essen und Trinken ein

Berlin führt ab 2026 Abgabe auf Einwegverpackungen für Essen und Getränke ein

Ab Januar 2026 wird Berlin eine neue Steuer auf Einwegverpackungen für Lebensmittel und Getränke erheben. Damit sollen Abfallmengen reduziert und gleichzeitig Einnahmen für die Stadt generiert werden. Durch die Abgabe werden Mitnahmeprodukte teurer.

Die Steuer beträgt 50 Cent pro Einweg-Becher, Essensbox oder Mahlzeitenverpackung. Kleinere Artikel wie Besteck oder Trinkhalme über 10 Zentimeter Länge schlagen mit zusätzlichen 20 Cent zu Buche. Jede Einwegkomponente einer Mahlzeit wird separat berechnet.

Bürgermeister Martin Horn setzt sich seit Langem für den Umstieg auf Mehrwegsysteme bei öffentlichen Veranstaltungen ein. Seine "Mehrweg-Initiative" fördert die Nutzung langlebiger Alternativen. Die Stadt rechnet für das kommende Jahr mit Mehreinnahmen von rund 2,2 Millionen Euro. Tübingen war die erste Kommune in Baden-Württemberg, die eine ähnliche Abgabe einführte. Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) unterstützt den Berliner Beschluss. Betroffen sind alle Anbieter von To-go-Produkten – von Cafés bis zu Pizzerien.

Die neuen Gebühren treffen jeden Betrieb, der Einweg-Lebensmittel oder -Getränke verkauft. Kunden müssen mit höheren Preisen für Mitnahmebestellungen rechnen. Berlin folgt damit einem wachsenden Trend: Immer mehr Städte setzen auf finanzielle Anreize, um die Müllvermeidung voranzutreiben.