20 March 2026, 14:25

Bechtle drosselt Wachstumsziele für 2026 wegen Chip-Knappheit und hoher Preise

Nahaufnahme eines AMD-Computerchips aus dem Jahr 2019 mit dem Text "AMD 2019" darauf.

Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle drosselt Wachstumsziele für 2026 wegen Chip-Knappheit und hoher Preise

Bechtle passt Wachstumsprognosen für 2026 an

Bechtle, ein führender Anbieter von IT-Hardware für Unternehmen und Behörden, hat seine Wachstumsprognosen für 2026 nach unten korrigiert. Das Unternehmen sieht sich weiterhin mit Herausforderungen durch die angespannte Versorgung mit Speicherchips konfrontiert, die die Preise stark in die Höhe getrieben haben. Dennoch bleibt Bechtle auf langfristige Expansion fokussiert und strebt bis 2030 ein Gesamtgeschäftsvolumen von 10 Milliarden Euro an.

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Der globale Markt für Speicherchips hat in den letzten Jahren dramatische Veränderungen erlebt. Nach einem Einbruch der Nachfrage im Jahr 2023 – bedingt durch den Rückgang des Bedarfs an PCs, Smartphones und Tablets nach der Pandemie – haben sich die Preise seit Mitte 2025 verdreifacht. Treiber sind der Boom bei Rechenzentren und der Ausbau der KI-Infrastruktur. Auch andere Schlüsselsektoren wie digitale Beschilderung, Photovoltaik und Elektrofahrzeuge haben die Nachfrage angeheizt. Mittlerweile entfallen auf Speicherchips über 10 % der Materialkosten bei hochwertigen Displays.

Die Ergebnisse für 2025 spiegeln diese gemischten Rahmenbedingungen wider: Der Umsatz stieg um knapp 2 % auf 6,4 Milliarden Euro, während der Gewinn vor Steuern um 6 % auf 324,2 Millionen Euro sank. Das Gesamtgeschäftsvolumen kletterte jedoch um über 8 % auf 8,6 Milliarden Euro. Bechtle ist spezialisiert auf die Belieferung von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen mit PCs und Netzwerkausrüstung – Bereiche, die weniger direkt von den Preisschwankungen bei Chips betroffen sind als Rechenzentren.

Für 2026 rechnet Bechtle mit einem Wachstum des Umsatzes und des Vorsteuerergebnisses von lediglich 0 % bis 5 %. Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz zeigt sich bei den Gewinnprognosen zurückhaltend und verweist auf anhaltende Lieferengpässe. Gleichzeitig betont das Unternehmen, gut positioniert zu sein, um Chancen zu nutzen, sobald sich die Marktbedingungen verbessern.

Die angepasste Prognose unterstreicht den Druck durch steigende Speicherkosten und die ungleichmäßige Nachfrage. Das Ziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 bleibt zwar bestehen, doch das kurzfristige Wachstum hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Engpässe bei der Chip-Versorgung entspannen. Vorerst konzentriert sich Bechtle darauf, seine Kernmärkte zu bedienen und sich in einem volatilen Chip-Umfeld zu behaupten.

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