Baden-Württemberg startet neue Förderphase für kommunalen Klimaschutz ab Februar 2026
Bernhardine RörrichtBaden-Württemberg startet neue Förderphase für kommunalen Klimaschutz ab Februar 2026
Baden-Württemberg startet zweite Phase des Förderprogramms Klimaschutz-Plus für Kommunen
Ab dem 1. Februar 2026 können Städte und Gemeinden im Land Zuschüsse für Klimaschutzprojekte beantragen. Die zweite Phase des Programms baut auf früheren Maßnahmen auf, mit denen Kommunen dabei unterstützt werden, die ambitionierten Klimaziele der Region zu erreichen.
Das Vorhaben ist Teil des fünften Klimapakts, den das Land mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart hat. Es zielt darauf ab, finanzielle Mittel für zentrale Schritte bereitzustellen – etwa für CO₂-Bilanzen, Gebäudebewertungen und Energiemanagement.
In der neuen Förderrunde wird besonders die Beratung von Kommunen gefördert: Bis zu 75 Prozent der Tagessätze für die meisten Beratungsleistungen werden übernommen, bei einigen Dienstleistungen sogar bis zu 80 Prozent. Damit sollen Städte und Gemeinden fundierte Entscheidungen zu Sanierungen und Energieeffizienzmaßnahmen treffen können.
Anträge können seit dem 1. Februar 2026 über die L-Bank, die Förderbank des Landes, eingereicht werden. Digitale Formulare auf der Website der Bank vereinfachen das Verfahren. Das Programm ergänzt die im Juli 2025 eingeführten Investitionszuschüsse, die sich vor allem auf die Modernisierung von Verwaltungs- und Schulgebäuden konzentrierten.
Kommunen spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Klimaziele Baden-Württembergs, die im Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz (KlimaG BW) verankert sind. Bis Ende 2023 hatten bereits 103 größere Städte und Stadtkreise die verpflichtenden kommunalen Wärmepläne erstellt. Die neue Förderphase soll den Fortschritt weiter beschleunigen.
Mit Klimaschutz-Plus erhalten Kommunen direkte finanzielle Unterstützung für Klimaschutzplanung und Energieeffizienz. Hohe Fördersätze und vereinfachte Antragsverfahren senken die Hürden für Städte und Gemeinden. Die Initiative stärkt so die lokalen Bemühungen, Emissionen zu reduzieren und sich an die landesweiten Klimavorgaben anzupassen.