Baden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung als bundesweites Novum
Bernhardine RörrichtBaden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung als bundesweites Novum
Baden-Württemberg führt als erstes Bundesland digitale Parkraumüberwachung ein
Mit einem neuen Gesetz hat Baden-Württemberg als erstes deutsches Bundesland die digitale Parkkontrolle eingeführt. Das System, das seit Mai an der Universität Hohenheim getestet wird, soll die Verkehrssicherheit erhöhen, indem es illegales Parken in besonders sensiblen Bereichen reduziert. Erste Ergebnisse zeigen, dass es nach kleineren Anpassungen effizient funktioniert.
Die rechtliche Grundlage für das System schuf im März 2025 das Landesmobilitätsgesetz. Dieses ermöglicht automatisierte Kontrollen von Parkausweisen – mit Fokus auf Fahrradspuren, Busspuren und Halteverbotszonen.
Ein erster Pilotversuch offenbarten deutliche Effizienzgewinne: Ein mit Kameras ausgestattetes Fahrzeug erledigte eine vollständige Kontrolle in etwas mehr als einer Stunde – zu Fuß wäre dafür bis zu sieben Stunden nötig gewesen. Das entspricht einer sechsfachen Beschleunigung.
Nach dem erfolgreichen Test sind weitere Erprobungen in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant. Freiburg bildet die letzte Phase des landesweiten Pilotprojekts; über eine flächendeckende Einführung wird nach Auswertung der Ergebnisse entschieden. Das System hat sich nach anfänglichen Optimierungen bereits als zuverlässig erwiesen.
Die digitale Parkraumüberwachung ist nun an der Universität Hohenheim im Einsatz. Durch die drastische Verkürzung der Kontrollzeiten könnte sie künftig im gesamten Land zum Standard werden. Über eine Ausweitung wird nach Abschluss der laufenden Pilotprojekte in den ausgewählten Städten entschieden.






