Baden-Württemberg setzt auf digitale Tools für rasanteren Windkraftausbau bis 2026
Philipp NetteBaden-Württemberg setzt auf digitale Tools für rasanteren Windkraftausbau bis 2026
Baden-Württemberg beschleunigt Windkraftausbau mit digitalen Tools und vereinfachten Genehmigungen
Umweltministerin Thekla Walker informierte das Landeskabinett am 24. Februar 2026 über die Fortschritte bei der Verkürzung der Planungszeiten und der Steigerung der Anzahl an Windkraftanlagen. Der Vorstoß ist Teil der Bemühungen der Region, ihre Energieunabhängigkeit zu stärken und die lokale Wirtschaft zu unterstützen.
Ende Februar 2026 waren im Land 818 Windräder mit einer Gesamtleistung von 2.075 Megawatt in Betrieb. Weitere 100 Anlagen mit einer kombinierten Kapazität von 660 Megawatt erhielten 2025 die Genehmigung – die höchste jemals verzeichnete Leistung und die zweitgrößte Zahl an genehmigten Projekten.
Seit Ende 2025 kommen digitale Assistenten zum Einsatz, die Antragsteller und Behörden durch Einreichungen und Prüfverfahren begleiten. Dazu gehören KI-gestützte Vollständigkeitskontrollen und Systeme zur Bearbeitung von Einsprüchen, die Verzögerungen reduzieren helfen. Allein 2025 wurden über 1.000 neue Windkraftprojekte zur Genehmigung eingereicht, sodass sich die Zahl der Anlagen in Planung oder im Genehmigungsverfahren auf fast 1.800 beläuft.
Die Landesregierung drängt zudem die Bundesbehörden, das Ausschreibungsvolumen für erneuerbare Energien um 30 Prozent zu erhöhen. Damit, so die Argumentation, ließe sich die Investitionssicherheit verbessern und die Netzkosten senken. Schnellere Genehmigungsverfahren und digitale Unterstützung haben Baden-Württemberg bereits attraktiver für Windkraftentwickler gemacht.
Die Maßnahmen zur Modernisierung der Genehmigungsprozesse und zur Steigerung der Windkraftkapazitäten zielen darauf ab, die Energieversorgung zu sichern und die Strompreise zu stabilisieren. Mit fast 1.800 Anlagen in der Pipeline positioniert sich Baden-Württemberg als zentraler Akteur in der deutschen Energiewende. Die Landesregierung setzt sich weiterhin für bundesweite Unterstützung ein, um das Wachstum nachhaltig zu fördern.






