Baden-Württemberg bildet über 14.000 neue Polizistinnen und Polizisten aus – doch der Nachwuchs wird knapp
Bernhardine RörrichtBaden-Württemberg bildet über 14.000 neue Polizistinnen und Polizisten aus – doch der Nachwuchs wird knapp
Baden-Württembergs Polizeinachwuchs-Offensive hat seit 2016 über 13.000 Anwärterinnen und Anwärter gewonnen. Die von Grünen und CDU getragene Initiative verzeichnet zudem mehr als 14.000 junge Beamtinnen und Beamte, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Nun bereitet sich das Programm darauf vor, den künftigen Personalbedarf zu decken – insbesondere angesichts des ausscheidenden Stammpersonals durch Pensionierungen.
Die Rekrutierungskampagne startete 2016 mit dem Ziel, die Polizeikräfte des Landes zu stärken. Bis 2024 haben über 14.000 Absolventinnen und Absolventen ihre Ausbildung beendet; weitere 500 begannen 2022 praxisorientierte Studiengänge. Diese ermöglichen den Nachwuchskräften eine Spezialisierung in den Bereichen Streifendienst, Kriminalermittlung oder IT-Forensik.
Die Bewerbungszahlen sanken zwischen 2020 und 2024 um 3,0 Prozent, wobei Vergleiche durch ein 2023 eingeführtes, fehleranfälliges Online-Portal erschwert werden. Die Abbrecherquote ging hingegen von 18 Prozent (2021) auf 14 Prozent (2024) zurück.
Bei einer jüngsten Abschlussfeier verabschiedete Staatssekretär Thomas Blenke rund 450 neue Polizeibeamtinnen und -beamte in den Dienst. Er lobte die maßgeschneiderten Studiengänge an der Polizeihochschule Baden-Württemberg, die auf die Anforderungen des Polizeialltags zugeschnitten sind. Blenke betonte zudem die Vielfalt des Berufsbilds und unterstrich die Notwendigkeit einer fundierten Ausbildung, um den unterschiedlichen Herausforderungen gerecht zu werden.
Die Initiative wird fortgeführt, um ausscheidende Kräfte zu ersetzen und die Personalstärke der Polizei in den kommenden Jahren zu sichern. Bereits jetzt hat das Programm Tausende neue Beamtinnen und Beamte ausgebildet – mit spezialisierten Abschlüssen, die sie auf den Einsatz in vorderster Linie vorbereiten. Während die Rekrutierung weiterläuft, liegt der Fokus darauf, die Abbrecherquoten weiter zu senken und sich den Herausforderungen der digitalen Bewerbungsverfahren anzupassen. Das Land strebt an, seine Polizeikräfte auch künftig gut aufgestellt und handlungsfähig zu halten.






