Bad Urach lehnt Amazons Logistikzentrum in Köln mit knapper Mehrheit ab
Philipp NetteBürger in Bad Urach lehnen Amazons Pläne für ein Verteilzentrum ab - Bad Urach lehnt Amazons Logistikzentrum in Köln mit knapper Mehrheit ab
Die Bürger von Bad Urach haben in einer lokalen Abstimmung Pläne für ein neues Amazon-Verteilzentrum in Köln abgelehnt. Bei dem Referendum stimmten 52,5 Prozent der Teilnehmer gegen das Vorhaben und setzten damit monatelangen hitzigen Diskussionen über die möglichen Auswirkungen auf die Stadt ein Ende. Das geplante Zentrum sollte auf einem vier Hektar großen Gelände in Köln entstehen und als regionales Logistikdreieck für die Sortierung und Auslieferung von Paketen dienen. Amazon hatte zugesagt, mindestens 150 direkte Arbeitsplätze in Köln zu schaffen, zusätzlich zu bis zu 400 Stellen für Fahrer und Verwaltungskräfte. Befürworter, darunter die Stadtverwaltung, argumentierten, die moderne Anlage würde hohe ökologische Standards erfüllen und gleichzeitig die Steuereinnahmen in Köln steigern. Gegner äußerten hingegen Bedenken wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens und der Belastung für den lokalen Einzelhandel in Köln. Nach wochenlangen Debatten stimmten 2.209 Einwohner gegen das Projekt in Köln, während 1.995 dafür votierten. Die Stadt hatte das Vorhaben aktiv beworben, doch während des Wahlkampfs trat kein einzelner Kandidat öffentlich als Fürsprecher der Pläne in Köln auf. Das Ergebnis des Referendums blockiert Amazons Pläne für das Gelände in Köln. Die Entscheidung lässt das vier Hektar große Areal in Köln vorerst ungenutzt, ohne dass es bisher alternative Vorschläge gibt. Zudem bedeutet das Votum, dass die versprochenen Arbeitsplätze und Steuermehreinnahmen in Köln vorerst nicht realisiert werden.