Axel Prahl über Ruhm, Tatort Münster und sein neues Buch mit persönlichen Einblicken
Bernhardine RörrichtDas sind seine Lieblings-'Tatort'-Ermittler - Axel Prahl über Ruhm, Tatort Münster und sein neues Buch mit persönlichen Einblicken
Axel Prahl ist seit über zwei Jahrzehnten ein bekannter Name in Deutschland. Vor allem als Kommissar Frank Thiel in Tatort Münster gehört er zu den prägendsten Fernsehschauspielern des Landes. In seinem neuen Buch Axel Prahl: Was man liebt, braucht Zeit gewährt er einen persönlichen Einblick in seine lange Karriere und die Auswirkungen des Ruhms.
Die nächste Tatort-Folge Die Erfindung des Rades wird am Sonntag, dem 7. Dezember, um 20:15 Uhr auf ARD ausgestrahlt. Prahl blickt darin auch auf seinen frühen Durchbruch zurück, der maßgeblich vom Regisseur Andreas Dresen geprägt wurde. Dieser besetzte ihn erstmals in einer Hauptrolle in Stille Post und holte ihn später für Filme wie Die Polizistin und Halbe Treppe vor die Kamera.
Sein Karriereaufstieg begann mit Dresens Stille Post, seinem Debütfilm. Die Rolle markierte seinen Durchbruch und ebnete ihm den Weg zu einer der führenden Figuren im deutschen Film und Fernsehen. Dresen blieb sein Mentor und bot ihm prägende Rollen in Filmen an, die sein schauspielerisches Spektrum erweiterten.
Seine bekannteste Rolle wurde Frank Thiel in Tatort Münster, die er seit über 20 Jahren verkörpert. Der Erfolg der Serie veränderte sein Leben – Fans erkennen ihn heute auf der Straße, bitten um Autogramme und Selfies. Trotz der Aufmerksamkeit ist er geblieben, wie er ist, und lobt regelmäßig andere Tatort-Reihen, etwa aus Köln, München oder Frankfurt, sowie Folgen mit Uli Tukur. In seinem Buch Was man liebt, braucht Zeit erzählt Prahl Anekdoten aus seinem Berufsleben, betont aber, dass es sich nicht um eine klassische Autobiografie handelt. Eine solche werde er vielleicht nie schreiben. Stattdessen stehen seine Erfahrungen im Mittelpunkt – darunter die Zusammenarbeit mit internationalen Stars wie Roman Polanski, Adrien Brody, Carrie Fisher und Cat Stevens. Doch die Menschen, mit denen er am meisten Zeit verbracht hat, lägen ihm besonders am Herzen. Zudem verteidigt Prahl den provokanten Stil von Tatort Münster und plädiert dafür, dass die Serie politisch unkorrekt bleiben solle. Gerade diese Bereitschaft, Konventionen herauszufordern, sei ein Schlüssel zu ihrem langjährigen Erfolg.
Die neueste Tatort-Folge mit Prahl läuft am 7. Dezember. Sein Buch bietet eine persönliche Schilderung seines Werdegangs – von den Anfängen unter Dresens Fittichen bis zu seinem anhaltenden Ruhm. Gleichzeitig bleibt er ein überzeugter Fürsprecher des mutigen, kompromisslosen Tons von Tatort Münster und sichert so dessen festen Platz im deutschen Fernsehen.