08 May 2026, 14:33

Autohändler kämpfen ums Überleben in der Elektroauto-Ära

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, mit einer Anmerkung zur erhöhten installierten Kapazität von BMW vor einem weißen Hintergrund.

Autohändler kämpfen ums Überleben in der Elektroauto-Ära

Die Automobilhandelsbranche steht vor einem tiefgreifenden Umbruch, da die Elektrifizierung den Markt grundlegend verändert. Traditionelle Nachverkaufsdienstleistungen wie Reparaturen und Ersatzteilverkäufe gehen stark zurück – die Werkstatteinnahmen könnten sich dadurch halbieren. Händler stehen nun unter Druck, ihre Geschäftsmodelle neu zu denken, oder riskieren das Aus.

Burkhard Weller, Autohausbesitzer und Präsident des VAD (Verband der Automobilindustrie e.V.), fordert dringende Reformen bei den Fördergeldern für Elektrofahrzeuge (E-Autos). Er verlangt klare Regeln, darunter eine zügige Umsetzung, eine rückwirkende Gültigkeit ab dem 1. Januar sowie Unterstützung für junge Gebrauchtwagen. Ohne diese Anpassungen, warnt er, werde es viele Händler schwer haben, über die Runden zu kommen.

Weller erwartet zudem ein vereinfachtes Fördersystem, das nahtlos in die Verkaufsprozesse integriert ist und zusätzlichen Bürokratieaufwand vermeidet. Seine Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der VAD eine stärkere politische Vertretung der Händler anstrebt – nach ersten Gesprächen in Berlin, bei denen die Politik die Anliegen der Unternehmer offenbar ernst genommen hat.

Der Wandel hin zur E-Mobilität zwingt die Händler zu raschem Handeln. Weller prognostiziert einen drastischen Rückgang der Autohauszahlen, mit weniger als 3.000 unabhängigen Standorten, die übrig bleiben. Der Rückgang bei Verschleißreparaturen und der Nachfrage nach Ersatzteilen beschleunigt diese Entwicklung und setzt viele Werkstätten existenzbedrohend unter Druck.

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Der VAD setzt sich dafür ein, dass Händler in der Umbruchsphase einen direkten Draht zu den politischen Entscheidungsträgern haben. Reformen bei den Fördermitteln und schlankere Prozesse könnten helfen, die Branche zu stabilisieren. Doch ohne schnelles Handeln könnte der Übergang zur E-Mobilität für Tausende Autohäuser das Aus bedeuten.

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