18 December 2025, 13:11

Atomstreit eskaliert: Gericht erlaubt weitere Castor-Lagerung in Philippsburg

Ein Sicherheitssack ist im Bild zu sehen.

VGH bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg - Atomstreit eskaliert: Gericht erlaubt weitere Castor-Lagerung in Philippsburg

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Lagerung von Atommuell in Philippsburg

VGH bestätigt Lagerung von Atommuell in Philippsburg

VGH bestätigt Lagerung von Atommuell in Philippsburg

  1. Dezember 2025, 11:32 Uhr

Ein Gericht in Baden-Württemberg hat grünes Licht für die weitere Lagerung von vier neuen Behältern mit hochradioaktivem Abfall am Zwischenlager Philippsburg gegeben. Die Entscheidung fällt nach rechtlichen Auseinandersetzungen, die sich auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit – darunter Sabotage- oder Terrorgefahren – stützten. Bei den Behältern handelt es sich um Castor-HAW28M-Behälter, die selbst extremen Bedingungen wie Explosionen oder Bränden standhalten sollen.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) wies mehrere Klagen ab, darunter eine der Stadt Philippsburg, die die Änderungsgenehmigungen des Bundesamts für kerntechnische Entsorgung (BfE) anfocht. Kritiker hatten gewarnt, dass die Lagerung zu radioaktiven Freisetzungen über den gesetzlich zulässigen Grenzwerten führen könnte – mit Verweis auf Risiken wie Angriffe oder technische Pannen. Gegner verwiesen zudem auf unzureichende physische Barrieren, veraltete Überwachungssysteme und Lücken bei den Sicherheitskontrollen auf dem Gelände. Die Nähe zum Rhein und zu wichtigen Verkehrswegen erhöhe zudem die Sabotagegefahr, so die Befürchtung.

Mit dem Urteil bleibt die Einlagerung der Castor-Behälter in Philippsburg rechtmäßig – trotz anhaltender Debatten über die Sicherheit. Die Behälter verbleiben bis 2047 unter der bestehenden Genehmigung des Lagers. Die Behörden betonen, dass die Castoren strenge Sicherheitsstandards erfüllten, während Kritiker weiterhin auf langfristige Risiken hinweisen.