Aschermittwoch in Fellbach: CDU und Grüne liefern sich erbitterten Schlagabtausch vor der Landtagswahl
Mahmut UllmannHessische Unterstützung für die CDU: Rhein greift die Grünen an - Aschermittwoch in Fellbach: CDU und Grüne liefern sich erbitterten Schlagabtausch vor der Landtagswahl
Fellbacher Politischer Aschermittwoch markiert heiße Phase im Wahlkampf um Baden-Württemberg
Im baden-württembergischen Wahlkampf ist mit dem Politischen Aschermittwoch in Fellbach die entscheidende Phase eingeläutet worden. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) nutzte die Veranstaltung für scharfe Angriffe auf Cem Özdemir und die Grünen. Seine Rede setzte einen kämpferischen Ton, während CDU und Grüne im Rennen um die Spitzenposition bei der anstehenden Landtagswahl liegen.
Rhein griff Özdemirs Bilanz als Bundeslandwirtschaftsminister an und warf ihm vor, die Agrardiesel-Subventionen verpfuscht zu haben. Die Grünen zeigten seiner Ansicht nach einen "grünen Bevormundungswahn" und eine "Besserwisser-Mentalität", während die Belange der Landwirte bei wichtigen Entscheidungen ignoriert würden. Der CDU-Politiker spottete zudem über Özdemirs Wahlslogan "Sie kennen ihn", den er als wenig überzeugend bezeichnete.
Die persönlichen Sticheleien gingen weiter: Rhein scherzte über Özdemirs landwirtschaftliche Kompetenz und spielte dabei auf einen Vorfall mit einer Hanfpflanze an. Zudem kritisierte er die Wahlplakate der Grünen, die die Parteizugehörigkeit kaum erkennbar machten – ein Zeichen mangelnder Transparenz, wie er anmerkte. Durchgehend stellte Rhein die Grünen als realitätsfremd und abgehoben von den Sorgen des ländlichen Raums dar.
Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund eines engen Wahlkampfs statt. Aktuelle Umfragen sehen die CDU knapp vorne, doch die Grünen haben in den vergangenen Wochen deutlich aufgeholt. Beide Parteien kämpfen nun um das Amt des Ministerpräsidenten in einer der meistbeachteten Landtagswahlen Deutschlands.
Rheins Äußerungen deuten auf eine offensive CDU-Strategie in der heißen Phase des Wahlkampfs hin. Die Fokussierung auf Özdemir und die grüne Politik unterstreicht die zentralen Konflikte in Agrar- und Regierungsthemen. Mit dem Wahltermin in Sicht bleibt das Rennen zu knapp, um einen Favoriten auszumachen.






