01 May 2026, 16:35

Apotheker streiken bundesweit am 23. März für faire Löhne und Gerechtigkeit

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Menge, die Steuerzahler seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise verhandeln kann" mit einem Logo.

Apotheker streiken bundesweit am 23. März für faire Löhne und Gerechtigkeit

Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweite Proteste für den 23. März vor. Sie werden ihre Apotheken schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Die Demonstrationen richten sich gegen die gesetzlichen Krankenkassen – konkret gegen deren Gehälter für Führungskräfte und die Lohnverhandlungen, während die Apotheken selbst mit Kürzungen bei der Finanzierung kämpfen.

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird an den Protesten teilnehmen. Er hatte bereits zuvor Konflikte mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband), insbesondere in Fragen der Transparenz und des Gehaltsvergleichs.

Die Proteste spiegeln die wachsende Frustration unter Apothekerinnen und Apothekern wider. Sie werfen den Krankenkassen vor, hohe Gehälter für ihre eigenen Führungskräfte zu sichern, während gleichzeitig die Finanzierung der Apotheken gekürzt werde. Die Demonstrationen richten sich nicht gegen die CDU oder Gesundheitsministerin Nina Warken, sondern gezielt gegen die finanziellen Entscheidungen der Kassen.

Dr. Fehske hatte den GKV-Spitzenverband kürzlich zu fairen Löhnen befragt. Er hinterfragte, ob die Einstiegsgehälter für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA), Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) und Apotheker wettbewerbsfähig seien. Als Beispiel führte er an, dass ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdiene als eine PTA mit 15 Jahren Berufserfahrung in der höchsten Gehaltsstufe.

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Zudem bat er um die Erlaubnis, ein Foto der stellvertretenden Verbandsvorsitzenden für Protestplakate nutzen zu dürfen. Der GKV-Spitzenverband lehnte ab mit der Begründung, seine Anfrage stelle keine Presseanfrage dar. Auf seine inhaltlichen Fragen zu Lohnforderungen erhielt er keine Antwort.

Dr. Fehske schätzt, dass eine 7-prozentige Gehaltserhöhung für AOK-Mitarbeiter – einschließlich der Führungsebene – jährlich rund 250 Millionen Euro kosten würde. Er kritisiert die pauschale Finanzierungspraxis der Kassen als „Gießkannenprinzip“: Geld werde breit gestreut, ohne gezielt auf Bedürfnisse einzugehen. Seine Bedenken bleiben unbeantwortet, während die Proteste näher rücken.

Am 23. März werden Apotheken bundesweit schließen, und es kommt zu Kundgebungen. Die Apotheker fordern eine bessere Bezahlung und klare Antworten zur Lohngerechtigkeit. Der GKV-Spitzenverband hat sich bisher geweigert, auf Dr. Fehskes detaillierte Fragen zu Finanzierung und Gehältern einzugehen.

Quelle