02 May 2026, 00:33

Apothekensterben bedroht medizinische Versorgung in Erzhausen und Region

Außenansicht der "Generics Apotheke" mit umliegenden städtischen Elementen wie Gebäuden, Fahrzeugen und Infrastruktur unter einem klaren blauen Himmel.

Apothekensterben bedroht medizinische Versorgung in Erzhausen und Region

Apothekensterben gefährdet lokale Gesundheitsversorgung

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Eine zunehmende Welle von Apotheken-Schließungen setze die Gesundheitsversorgung vor Ort aufs Spiel, warnt Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke in Erzhausen. Die Schließungen offenbarten tiefe strukturelle Schwächen im System und ließen Anwohner ohne essentielle Dienstleistungen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zurück.

Erst kürzlich traf sich Nejatian mit Landrat Klaus Peter Schellhaas (Kreis Darmstadt-Dieburg) sowie Christel Sprößler, der Kreisbeigeordneten für Soziales und Jugend. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Zukunftssicherung der medizinischen Versorgung in Erzhausen. Schellhaas setzt sich seit Langem für den Erhalt der ärztlichen Versorgung in der Region ein und unterstützte die Gründung zweier Medizinischer Versorgungszentren (MVZ).

Nejatian betont, dass ein stabiles Apothekennetz auf verlässliche politische Unterstützung und stabile Rahmenbedingungen angewiesen sei. Plötzliche Schließungen müssten unbedingt vermieden werden, da sie ganze Gemeinden ohne nahgelegene Versorgungsmöglichkeiten zurückließen. Um weitere Versorgungslücken zu verhindern, fordert er, künftige MVZ mit Apotheken zu verknüpfen und so die lokale Gesundheitsinfrastruktur zu stärken.

Sprößler, SPD-Kandidatin für die Nachfolge Schellhaas’, kündigte an, dessen Kurs fortzuführen. Sie unterstützt Bestrebungen, die zuverlässige medizinische Grundversorgung in der Region langfristig zu sichern.

Die schrumpfende Zahl der Apotheken zeige, wie fragil das Gesundheitssystem sei, mahnt Nejatian. Ohne Gegenmaßnahmen drohe der Kollaps lokaler Versorgungsnetze. Sein Appell, Apotheken systematisch in neue Versorgungszentren zu integrieren, zielt darauf ab, weitere Engpässe bei lebenswichtigen Dienstleistungen zu verhindern.

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