10 April 2026, 14:32

Apotheken drohen mit Streiks wegen ausbleibender Gebührenerhöhungen durch die Regierung

Ein Plakat mit der Aufschrift "In 2022 verlangte Big Pharma von Amerikanern zwei bis drei Mal so viel wie in anderen Ländern für dieselben Medikamente" mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter.

Apotheken drohen mit Streiks wegen ausbleibender Gebührenerhöhungen durch die Regierung

BVDAK-Vorsitzender Dr. Stefan Hartmann kritisiert Koalition wegen ausbleibender Apothekengebührenerhöhungen

Dr. Stefan Hartmann, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK), hat die Bundesregierung scharf dafür kritisiert, dass sie versprochene Erhöhungen der Apothekengebühren nicht umsetzt. Er warnte, dass diese Verzögerung zu Streiks führen und das Vertrauen in demokratische Prozesse untergraben könnte. Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Apotheken für fairere Wettbewerbsregeln und stabilere Finanzierung kämpfen.

Auf einer aktuellen Veranstaltung warf Hartmann der Regierung vor, gegen den Koalitionsvertrag zu verstoßen, indem sie die Gebühren nicht anhebe. Er betonte, dass Apotheken ohne diese Anpassungen zunehmend Schwierigkeiten hätten, die steigenden Kosten zu tragen. Sollten die Zusagen nicht eingehalten werden, drohten seiner Ansicht nach Arbeitsniederlegungen.

Die Mitmoderatorin Clara Hartmann unterstützte diese Bedenken und forderte von der Politik verlässliche Gebührenstrukturen. Zudem plädierte sie für faire Wettbewerbsbedingungen zwischen klassischen Apotheken, Versandhandelsapotheken und Online-Plattformen. Als zentrale Prioritäten nannte sie bessere Berufschancen für junge Apotheker:innen sowie eine nachhaltige Nachfolgeplanung.

Dr. Hartmann forderte darüber hinaus eine stärkere Rolle der Apotheken im Gesundheitswesen. Er setzte sich für erweiterte Dienstleistungen ein, darunter Beratung, Prävention und pharmazeutische Betreuung. Zudem bekräftigte er seine Unterstützung für Apotheken in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und rief die Berufsverbände auf, sich der Thematik anzunehmen.

Beide Redner riefen Apotheken, Landesbehörden und Bundesorganisationen dazu auf, den anstehenden parlamentarischen Prozess aktiv mitzugestalten. Ihr Ziel ist es, Arbeitskämpfe zu vermeiden und gleichzeitig die Zukunft des Sektors zu sichern.

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Die Warnungen des BVDAK spiegeln die wachsende Verärgerung unter Apotheker:innen über nicht eingehaltene finanzielle Zusagen wider. Bleiben die Gebührenerhöhungen aus, könnten Streiks die Versorgung beeinträchtigen. Der Ausgang des parlamentarischen Verfahrens wird zeigen, ob die Regierung den Forderungen nachgibt oder mit weiterem Druck konfrontiert wird.

Quelle