Antisemitische und NS-Symbole: Politische Graffiti-Welle erschüttert Rastatt
Mahmut UllmannAntisemitische und NS-Symbole: Politische Graffiti-Welle erschüttert Rastatt
In dieser Woche wurden in Rastatt mehrere Gebäude mit politischem Graffiti im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt beschmiert. Zu den Schäden zählen israelfeindliche Parolen und nationalsozialistische Symbole, die am Mittwochabend und Donnerstagmorgen entdeckt wurden. Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, bisher jedoch keine Tatverdächtigen identifiziert.
Der erste Vorfall wurde am Mittwoch, dem 7. Mai 2025, gemeldet, als Graffiti an der Fassade einer Reithalle auftraten. Am folgenden Morgen fand man weitere Beschädigungen an der Außenwand des Residenzschlosses. In beiden Fällen handelte es sich um Parolen, die sich auf den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten bezogen.
Zusätzliche Schäden wurden in der Nähe eines Friedhofs in der Gerwigstraße festgestellt. Dort waren nationalsozialistische Symbole und Graffiti auf ein Gebäude sowie einzelne Grabsteine gesprüht worden. Die Polizeiinspektion Rastatt sammelt nun Zeugenaussagen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe – wer Hinweise hat, soll sich melden.
Bürger können sich unter der Nummer 07222 761-0 an die Ermittler wenden. Für allgemeine Anfragen steht das Polizeipräsidium Offenburg unter 0781 - 211211 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung. Die ursprüngliche Meldung stammte von der Polizei Offenburg und wurde über news aktuell verbreitet.
Die Vorfälle reihen sich in eine dokumentierte Zunahme antisemitischer und politischer Graffiti in Baden-Württemberg ein. Zwischen Oktober 2024 und März 2025 verzeichnete OFEK in der Region 75 Beratungsfälle, davon zehn an Hochschulen. Auch RIAS meldete einen Anstieg von Vorfällen im schulischen Umfeld. Die Polizei sucht weiterhin nach Hinweisen, während die Ermittlungen andauern.






