25 March 2026, 06:28

Am Bodensee entstehen zwei riesige Agri-Photovoltaik-Projekte mit Bürgerbeteiligung

Luftbild einer Solar-Farm mit Solar-Panelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Eisenbahnstrecke.

Am Bodensee entstehen zwei riesige Agri-Photovoltaik-Projekte mit Bürgerbeteiligung

Zwei neue Agri-Photovoltaik-Anlagen entstehen am Bodensee

In Süddeutschland, nahe dem Bodensee, sollen zwei neue Agri-Photovoltaik-Anlagen gebaut werden. Entwickelt von der Solmotion Project GmbH, werden sie gemeinsam 18 Megawatt Solarstrom erzeugen. Die Projekte umfassen zudem Batteriespeicher und bieten lokalen Gemeinden die Möglichkeit, sich direkt zu beteiligen.

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Die erste Anlage entsteht auf einer Fläche von 13 Hektar in Neuwaldburg und wird 8 Megawatt Leistung erbringen. Sie nutzt ein 2P-Nachführsystem, das der Sonnenbewegung folgt, um die Energieausbeute zu maximieren. Die zweite Anlage in Greut erstreckt sich über 10,7 Hektar auf zwei Grundstücken und erzeugt 10 Megawatt.

Beide Standorte verfügen über Batteriespeicher mit einer Kapazität von 2 Megawatt und 4,5 Megawattstunden. Dadurch kann überschüssige Energie gespeichert und bei Bedarfsspitzen genutzt werden. Die Projekte fallen unter das aktuelle Solarpaket I, das für Agri-Photovoltaik-Projekte einen besonderen Vergütungssatz von bis zu 9,5 Cent pro Kilowattstunde vorsieht.

Die Solmotion Project GmbH plant zudem drei weitere Agri-Photovoltaik-Projekte in der Region, jeweils mit ähnlicher Gesamtkapazität. Das Unternehmen strebt an, bis nächstes Jahr rund 100 Megawatt ans Netz zu bringen, wobei die ersten Projekte voraussichtlich 2024 starten. Insgesamt entwickelt das Unternehmen etwa 400 Megawatt solcher Anlagen in Süddeutschland.

Anwohner und lokale Gemeinden können sich an der Finanzierung beteiligen – etwa durch nachrangige Darlehen oder den Kauf von Anteilen an den verwendeten Wechselrichtern. Dieser Ansatz fördert die regionale Teilhabe am Ausbau erneuerbarer Energien.

Sobald die beiden Anlagen am Bodensee in Betrieb sind, werden sie 18 Megawatt ins Stromnetz einspeisen. Mit Batteriespeichern und Beteiligungsmöglichkeiten für die Bevölkerung sollen sie sowohl die Energieversorgung stärken als auch die lokale Identifikation mit der Energiewende erhöhen. Weitere geplante Projekte deuten auf einen wachsenden Fokus auf Agri-Photovoltaik in der Region hin.

Quelle