19 December 2025, 16:25

Alles von vorne - Fall von vergifteter Krankenschwester neu aufgerollt

Ein Blatt Papier mit einer Schrift darauf.

Alles von vorne - Fall von vergifteter Krankenschwester neu aufgerollt - Alles von vorne - Fall von vergifteter Krankenschwester neu aufgerollt

Von vorne beginnt der Gift-Prozess gegen eine Rettungssanitäterin

Von vorne beginnt der Gift-Prozess gegen eine Rettungssanitäterin

Von vorne beginnt der Gift-Prozess gegen eine Rettungssanitäterin

  1. Dezember 2025, 12:28 Uhr

Eine 25-jährige Rettungssanitäterin in Ausbildung muss sich erneut vor dem Landgericht Heilbronn verantworten – sie soll Kollegen mit Notfallmedikamenten vergiftet haben. Nach einer dreimonatigen Unterbrechung wegen des unerwarteten Todes eines Schöffen wurde das Verfahren nun wiederaufgenommen. Ihr werden vier versuchte Morde und fünf gefährliche Körperverletzungen vorgeworfen.

Die Angeklagte aus dem Raum Ludwigsburg steht im Verdacht, zwischen Oktober 2023 und April 2024 verschreibungspflichtige Medikamente in die Getränke ihrer Kollegen gemischt zu haben. Die Vorfälle sollen sich an der Rettungswache in Vaihingen/Enz ereignet haben, wo sie als angehende Notfallsanitäterin arbeitete.

Die Frau räumte ein, die Getränke manipuliert zu haben, bestreitet jedoch jede Tötungs- oder Verletzungsabsicht. Die Staatsanwaltschaft hingegen geht von „tief sitzender Wut“ aus – entweder als Reaktion auf Kritik an ihrer Arbeit oder aus dem Wunsch heraus, die Wirkung der Medikamente am Menschen zu testen. Zudem werfen ihr die Ermittler vor, die möglicherweise tödlichen Folgen zumindest „billigend in Kauf genommen“ zu haben.

Das Verfahren war bereits in diesem Jahr angelaufen, musste jedoch nach dem plötzlichen Tod eines Schöffen abgebrochen werden. Nun wurde es mit acht weiteren Verhandlungstagen ab dem 19. Dezember 2025 fortgesetzt. Außergerichtlich hatte die Angeklagte bereits eine Einigung erzielt: Sie entschuldigte sich handschriftlich und zahlte Entschädigungen. Dennoch pochen die Staatsanwälte auf eine Verurteilung wegen der schweren Vorwürfe.

Insgesamt sind neun Verhandlungstage angesetzt, in denen weitere Beweise und Zeugenaussagen erwartet werden. Das Urteil wird zeigen, ob die Angeklagte wegen versuchten Mordes oder milderer Delikte schuldig gesprochen wird. Der Fall sorgt wegen der ungewöhnlichen Umstände und der Rolle der Angeklagten als medizinische Auszubildende für Aufsehen.