500-Euro-Strafe für Sozialbetrug: Mann schummelte mit Baujobs und Jobcenter-Leistungen
Philipp Nette500-Euro-Strafe für Sozialbetrug: Mann schummelte mit Baujobs und Jobcenter-Leistungen
Ein Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wurde wegen Sozialbetrugs zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt, nachdem er seine Einkünfte verschwiegen hatte. Die Behörden deckten auf, dass er zu Unrecht über 3.300 Euro an Sozialleistungen bezogen hatte, während er gleichzeitig undeclariert in der Bauwirtschaft arbeitete. Der Fall kam durch eine Meldung über verdächtige Finanztransaktionen ans Licht.
Die Ermittlungen begannen, als ein Kreditkartenunternehmen ungewöhnliche Transaktionen an die Finanzermittlungsstelle des Zolls (FIU) meldete. Daraufhin übernahm die Sonderermittlungsgruppe Schwarzarbeit beim Zollamt Lörrach-Freiburg den Fall.
Die Beamten stellten fest, dass der Mann durch Bauarbeiten mehr als 6.000 Euro verdient hatte, ohne ein Gewerbe anzumelden. Parallel bezog er weiterhin Leistungen vom Jobcenter Breisgau-Hochschwarzwald. Die Staatsanwaltschaft Freiburg beantragte später eine Sanktion, was zu der 500-Euro-Strafe führte.
Der Fall reiht sich in verstärkte Kontrollmaßnahmen in der Region ein. So prüfte der Zoll in Lörrach im Jahr 2025 insgesamt 574 Betriebe, woraufhin fast 1.500 Strafverfahren wegen Schwarzarbeit eingeleitet wurden. Bei einer gezielten Aktion im März 2026 wurden zudem Verstöße in 20 Bauunternehmen in Lörrach, Freiburg und Offenburg aufgedeckt.
Das Gericht ordnete an, dass der Mann die erschlichenen Leistungen zurückzahlt. Die Behörden gehen weiterhin konsequent gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug vor. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Finanzbetrug aufzudecken und zu ahnden.






